Erhalt und Entwicklung Lohelandhaus und -garten

Ansicht des Lohelandhauses mit Lohelandgarten von der Alten Bibel. Momentaufnahme am Donnerstag, den 30. November 2017 um 13:50 - aus diesem Idyl sollte man etwas für Bernburger machen. Da der Parkplatz links im Hintergrund noch ausreichend freie Kapazitäten zu haben scheint, wäre eine Nutzung als Erweiterung der Alten Bibel aber wohl naheliegend.

Wir werden Sie auf dieser Seite über die Aktionen zum Erhalt des Lohelandhauses mit Lohelandgarten informieren.

Lohelandhaus ist noch nicht Geschichte - Einladung zum Dialog am 22.01.2018

Die Berichterstattung zum Grundsatzbeschluss des Bernburger Stadtrates am 14. Dezember 2017, dass die Stadt nun den Abriss des Denkmals beantragt, scheint davon aus zu gehen, dass dieser Antrag erfolgreich sein wird.
Es ist weder Johannes Lewek (parteilos) gelungen die Stadträte aufgrund des aktuellen Kooperationsangebotes der Direktorin der Bauhausstiftung Dessau auf eine Zurückweisung in den zuständigen Ausschuss für Kultur zu überzeugen.
Frau Claudia Perren hatte in einem Schreiben vom Vortag an die Kulturstiftung Bernburg versicherte: „Wir teilen Ihre Auffassung zur Bedeutung des Gebäudes und unterstützen, nicht nur vor dem Hintergrund des bundesweit vorbereiteten und kulturpolitisch bedeutsamen Bauhausjubiläums 2019, einen angemessenen Umgang mit diesem einzigartigen Zeit- und Architekturdokument.
Noch ist es Prof. Erich Buhmann gelungen, die Stadträte daran zu erinnern, dass Bernburger Bürger gerade in einer großen Anzahl in einem erfolgreichen Antrag auf ein Bürgerbegehren die Errichtung von privaten Parkplätzen auf einer Grünfläche im Eigentum der Stadt abgelehnt hatten.
Bernburger sollten das Lohelandhaus trotz der unten zusammengestellten Abstimmungsergebnisse noch lange nicht als verloren geben. Ob die Abrissgenehmigung von der zuständigen Denkmalpflegebehörde erteilt wird ist völlig offen, zumal erneut ein Denkmal für Parkplätze geopfert werden soll.
Parkplätze können auf dieser entlegenen Wiese neben dem Denkmal Alte Bibel auch nicht wirtschaftlich und umweltkonform errichtet werden.
Das Engagement für eine Zukunft des Lohelandhauses in Kooperation mit den Stiftungen Loheland Bauhaus Dessau und Kulturstiftung Bernburg lohnt sich daher.
Die Befürworter einer kulturellen Nutzung des Lohelandhauses aus den Fraktionen sowie andere Unterstützer des Lohelandhauses werden sich weiter für den Erhalt des Lohelandhauses einsetzten.

Daher lädt das Bernburger Montagsforum parteiübergreifend am Montag, den 22. Januar 2018 um 19:00 zur Diskussion über die Zukunft des Bernburger Lohelandhauses alle interessierten Bernburger ein.

Der Ort wird noch unter www.montagsforum.blogsport.eu bekannt gegeben.
Eine möglichst sachliche Dokumentation mit Links wird gerade von pro-bernburg.de erstellt.

BITTE an die Stadträte zu dem Grundsatzbeschluss zur Stadtratssitzung am 14.12.2017

Das Denkmal Lohelandhaus ist nun bundesweit in den Medien gewesen (siehe "Pressse" auf dieser Plattform) Die Stadt Bernburg (Saale) muss wie jede öffentliche Institution vorbildlich mit Ihren Denkmälern umgehen.
Es gibt Gründe die einen Abriss für ein Denkmal notwendig machen können. Vorher müssen aber alle anderen Möglichkeiten des Erhaltes und der Nutzung eines Denkmals versucht werden.
Niemand kann dem Ergebnis eines Antrages bei der Denkmalbehörde vorgreifen. Für den Bürger stellt es sich die Beschlussvorlage für den 14.12.2017 zum Grundsatzbeschluss zur Stellung einer Abrissgenehmigung aber wie folgt dar:

- Ziel ist es, dass wieder private Parkplätze auf einer Grünfläche im Eigentum der Stadt Bernburg (Saale) gebaut werden (daher Zuständigkeit beim Stadtrat der Stadt Bernburg).

- Für die Schaffung von Privatparkplätzen soll wieder ein Denkmal der Stadt Bernburg erheblich beeinträchtigt werden, in diesem Fall sogar vollständig abgerissen werden. Somit muss die Stadt Bernburg gegenüber der Denkmalpflege nachweisen, dass es für ein Planungsziel im öffentlichen Interesse keine andere Möglichkeit als die des Abrisses gibt.

- Planungsrechtlich ist wieder von einem unbeplanten Innenbereich im Sinne des § 34 BauGB aus zu gehen. Das heißt die Stadt Bernburg muss keine Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen nach Naturschutzrecht durchführen, sondern „nur“ die Denkmalpflege und die eigene Baumschutzsatzung berücksichtigen. Für Letztere ist für die Fläche wieder ein Wurzelraum von über 70 Prozent von Bäumen entsprechend der Baumschutzsatzung zu schützen.

- Bei korrekter Anwendung der Baumschutzsatzung können also wiederum nur sehr wenige Parkplätze errichtet werden.

-> Wir bitten Sie daher dem Änderungsantrag zum Verkauf des Denkmals zu zustimmen.

Den gesamten Brief können Sie im Folgenden herunterladen: Download Bitte "An die Mitglieder des Bernburger Stadtrates"